Kommunikation zwischen Gehirn und Blase
1. Zerebrales Miktionszentrum
2. Pontines Miktionszentrum
3. Rückenmark
4. Kreuzbein Reflexzentrum
5. Beckennerv
6. N. pudenalis
7. Harnröhre
8. Sphinkter
9. Beckenboden
10. Blase
11. N. hypogastricus
Ihr Rückenmark ist etwa fingerdick und sehr empfindlich. Es befindet sich in einem flüssig gefüllten Kanal innerhalb der Wirbeln Ihrer Wirbelsäule. Im Rückenmark befinden sich die selben Nervenzellen wie in Ihrem Gehirn. Diese Zellen senden Signale entlang der Nervenbahnen zu den Musklen und erhalten Signale von Ihren Tastorganen wie z. B. der Haut.
Wenn Ihr Rückenmark oder Gehirn beschädigt wurde, können diese Signale nicht zu Ihrem Gehirn oder Nervenzentrum gelangen. Dies unterbricht das Zusammenspiel.
Wenn die Verbindung zwischen Ihrer Blase und dem Nervenzentrum, das die Blase kontrolliert, unterbrochen ist, leiden Sie unter einen neurogenen Blasendysfunktion.
Das Ausmass dieser Blasenfunktionsstörung hängt davon ab, wo die Schädigung des Nervensystems erfolgt ist. Es hängt auch davon ab, ob die Schädigung teilweise oder komplett besteht, d. h. ob alle Nervenbahnen in Mitleidenschaft gezogen wurden, oder ob manche noch funktionieren.
Eine Verletzung kann auch das sogenannte sakrale oder das periphere Nervensystem beieinträchtigen. Dadurch entsteht oft eine Störung bei der Blasenfüllungs und- entleerungsphase. Eine Person mit beschädigtem Rückenmark kann über Blasenentleerungsstörungen und unter Harnverlust leiden.
Abhängig davon, wo und wie stark die Verletzung vorhanden ist, können folgende Blasenstörungen auftreten:
- Zerebrale Hemmblase
- Restharn
- Neurogene oder autonome Blase